Teilzeit Classic und Classic Vario
Ausgehend von einer Vollzeitbeschäftigung (40h/Woche) wird die tägliche Arbeitszeit reduziert. Dieses Modell ist mit verhältnismäßig geringem Aufwand für den Arbeitgeber umsetzbar und wird auch am häufigsten eingesetzt. Es eignet sich für Arbeitsplätze, an denen eine tägliche Anwesenheit erforderlich ist. In der variablen Variante der klassischen Teilzeit kann die Arbeitszeit individuell auf 2-5 Tage pro Woche verteilt werden, die tägliche, wöchentliche und monatliche Arbeitszeit varriiert. Teilzeit und Vollzeit sind kombiniert. Dieses flexible Modell bietet sich besonders für Arbeitsplätze an, die kein konstantes Arbeitsaufkommen haben.
Beispiel: Innerhalb einer 5-Tage-Woche wird die tägliche Arbeitszeit von 8 auf 6 Stunden reduziert. Die Wochenarbeitszeit beträgt 30 Stunden. Bei 20 Wochenstunden verkürzt sich die tägliche Arbeitszeit auf 4 Stunden. Oder: individuelle Verteilung einer Arbeitszeit zwischen 15 und 34 Stunden innerhalb einer 3, 4 oder 5 Tage Woche. Die tägliche, wöchentliche und monatliche Arbeitszeit wird bedarfsgerecht gestaltet.
Teilzeit home
Die Arbeitnehmer arbeiten in Teilzeit von zuhause. Fahrzeiten zum Arbeitsplatz entfallen, zur Absicherung des Informationsaustausches und der Bindung ans Unternehmen können einzelne Arbeitstage im Unternehmen stattfinden. Dieses Modell eignet sich besonders für Mitarbeiter mit hoher Eigenverantwortung.
Beispiel: Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt zwischen 24 und 34 Stunden, die individuell auf 4 Tage (z. B. 4x6h, 4x8h) oder 5 Tage (2x8h und 3x6h) verteilt werden kann.
Teilzeit Team
Dieses Modell eignet sich besonders für den serviceorientierten Bereich. Innerhalb eines Teams mit fester Mitarbeiterzahl werden individuelle Arbeitszeiten festgelegt. Einzige Vorgabe vom Arbeitgeber: die Mitarbeiteranzahl innerhalb bestimmter Zeiträume. Die Einsätze sind so kurzfristig planbar und bieten den Arbeitnehmern große Flexibilität.
Beispiel: Ein fünfköpfiges Team mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von je 30h teilt sich innerhalb einer Servicezeit von Montag bis Freitag zwischen 8 und 20 Uhr folgendermaßen auf: 2 Mitarbeiter von 8-10 Uhr, 3 Mitarbeiter von 10-16 Uhr und 2 Mitarbeiter von 16-20 Uhr. Innerhalb dieses Zeitrahmens wird nun die Arbeitszeit der einzelnen Mitarbeiter individuell verteilt
Teilzeit invest
Der Arbeitnehmer hat die Möglichkeit, Zeitguthaben anzusparen. Bei einer unveränderten Arbeit Vollzeit wird ihm weniger Entgelt gezahlt. Die Differenz wird in Form eines Zeit- oder Geldguthabens auf einem Langzeitkonto angespart. Der Arbeitnehmer kann dann je nach Bedarf Zeit wieder entnehmen, z. B. für einen längeren Urlaub, Weiterbildungsphasen oder auch für einen vorgezogenen Ruhestand, mit dem Vorteil, dass er weiterhin Gehalt bekommt. Diese flexible Arbeitszeitform wird besonders von Großunternehmen bereits seit einigen Jahren erfolgreich praktiziert.
Beispiel: Um zwei Jahre früher in den Ruhestand gehen zu können, vereinbart der Mitarbeiter eine wöchentliche Arbeitszeit von 30 Stunden, arbeitet aber tatsächlich 40 Stunden. Die Differenz von 10 Stunden pro Woche werden über ca. 6 Jahre angespart.
Für einen dreimonatigen Urlaub spart der Arbeitnehmer über einen Zeitraum von 3 Jahren jährlich 1/12 seines Jahresgehaltes in Form eines Geldguthabens.
Um ein ganzes Jahr freimachen zu können, spart der Mitarbeiter über ca. 3 Jahre wöchentlich 10 Stunden als Zeitguthaben an. Hierfür werden wieder 30 Stunden Arbeit pro Woche bei einer tatsächlichen Arbeitszeit von 40 Stunden vertraglich vereinbart.
Teilzeit Jobsharing
Dieses Modell ist besonders für projektbezogene Arbeit geeignet, da sich Teilzeitmitarbeiter eine Vollzeitstelle teilen können. Diese Arbeitsform erfordert ein hohes Maß an Abstimmung und Informationsaustausch, eignet sich aber durchaus auch für Führungskräfte. Die Arbeitszeit kann an 2-5 Tage erfolgen, je nachdem, wie Voll- und Teilzeit kombiniert werden.
Beispiel: Bei einer 5-Tage-Woche arbeiten zwei Mitarbeiter wöchentlich je 25 Stunden (5x5h). Innerhalb einer 3-Tage Woche arbeiten die Mitarbeiter je 2x8 plus 1x5 Stunden, also insgesamt je 21 Stunden.
Teilzeit Saison
Bei einem gleichbleibenden monatlichen Grundgehalt und durchgehendem Versicherungsschutz werden Arbeitnehmer in Zeiten hoher Auslastung des Unternehmens vollzeit beschäftigt. Bei niedriger Auslastung haben sie frei. Dieses Modell eignet sich vorrangig für Saisonbetriebe. Die Akquise von Mitarbeitern für die jeweils nächste Saison entfällt hierbei, Kosten für Suche und Einarbeitung werden eingespart.
Beispiel: Die Arbeitnehmer arbeiten zwischen 4 (1x4)und 6 (2x3) Monaten im Jahr vollzeit. Dafür haben sie zwischen 6 (2x3) und 8 (1x8) Monaten im Jahr frei. Das Jahresentgelt beträgt die Hälfte bzw. ein Drittel eines Vollzeitjahresgehalts.