Für die Mehrzahl der Personalentscheider ist der Lebenslauf das entscheidende Kriterium für die Bewerberauswahl. Dementsprechend viel Zeit sollten Sie sich auch für die Formulierung nehmen.
Form
Der Lebenslauf sollte in tabellarischer Form angefertigt und übersichtlich gegliedert sein. Er kann durchaus 1 bis 2 DIN A 4 Seiten umfassen und sollte mit Schreibmaschine oder Computer angefertigt sein. Vergessen Sie auf keinen Fall, handschriftlich mit Ort und Datum zu unterzeichnen. In den wenigsten Personalabteilungen wird der Lebenslauf sofort gelesen. Was zählt, ist wieder der erste Blick. Ist der Lebenslauf optisch übersichtlich, in Stichpunkten verfasst und enthält er alle relevanten Angaben (persönliche Daten, Schul- und Berufsausbildung, beruflicher Werdegang)? Ausformulierte Texte über zwei Seiten liest kein Personalchef wirklich mit Begeisterung. Auch Versuche, besonders originell zu sein, sind beim Lebenslauf nicht angebracht.
Inhalt
Bei der inhaltlichen Gliederung unterscheidet man zwischen der chronologischen Variante (beginnend mit der Schulbildung) und der sogenannten amerikanischen Variante (ausgehend von Ihrem derzeitigen Job).
Weist Ihr Lebenslauf keine größeren Lücken auf, können Sie sich durchaus für die chronologische Variante entscheiden. Listen Sie unter Oberbegriffen wie Schulbildung, Studium, Berufsausbildung, Praktika, Berufspraxis, Zusatzqualifikationen und persönliche Interessen in Stichpunkten Ihren Werdegang auf. Die amerikanische Variante eignet sich besser für nicht ganz stringente Lebensläufe. Beginnend mit Ihrer letzten Tätigkeit arbeiten Sie sich rückwärts bis zur Schulbildung vor. Wichtig ist jedoch auch hierbei, möglichst keine größeren zeitlichen Lücken entstehen zu lassen. Personalchefs beeindruckt Konsequenz und Zielstrebigkeit der Kandidaten.
Weist Ihr Lebenslauf dennoch größere zeitliche Lücken auf, versuchen Sie nicht, diese zu verschweigen. Überlegen Sie stattdessen, was Sie in der Zeit eventuell an beruflicher oder persönlicher Weiterbildung gemacht haben oder welche privaten Veränderungen zur Unterbrechung der Berufstätigkeit geführt haben. Ein längeren Aufenthalt im Ausland ist durchaus erwähnenswert. Spracherwerb und das Kennenlernen einer fremden Kultur sind keine verbummelte Zeit. Ebenso gehört der Ausstieg während der Zeit des Mutterschutzes und des Erziehungsurlaubs in Ihre Vita. Was zählt, ist nicht nur Ihre berufliche, sondern auch Ihre persönliche Entwicklung! Bereiten Sie sich auch auf eventuelle Nachfragen dazu im Bewerberinterview vor.
Sie können Ihre Bewerbungsunterlagen auch von einem professionellen Dienstleistungsunternehmen analysieren lassen. Solch einen Bewerbungsunterlagen-Check bietet zum Beispiel das Büro für Berufsstrategie an (www.berufstrategie.de).
Was unbedingt dazu gehört
Was Sie weglassen sollten
Überprüfen Sie Ihren Lebenslauf zum Schluss nochmals genau nach folgenden Kriterien
Das Foto
Unterschätzen Sie nicht die Wirkung eines guten Fotos. Der Personalentscheider kennt Sie nicht und hat in der Regel Ihre Bewerbungsunterlagen noch nicht gelesen. Aber er wird sich mit Sicherheit zuerst Ihr Foto ansehen!
Das Lichtbild wird rechts oben auf den Lebenslauf geklebt oder auf das Deckblatt Ihrer Mappe. Schreiben Sie unbedingt Namen und Adresse auf die Rückseite, falls sich das Bild löst.
Verwenden Sie auf keinen Fall Automatenfotos! Das ideale Bewerbungsfoto ist etwas größer als ein Passbild, professionell aufgenommen und möglichst schwarz-weiß.
Am besten wirkt sicher ein sympathisches Lächeln, mit Trauermiene oder angestrengtem Gesichtsausdruck werden Sie niemanden für sich begeistern. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Kleidung auf dem Bild der Position, für die Sie sich bewerben, angemessen ist.